So vielfältig, komisch und kreativ wie sie die Bilder zeigen, liegen unsere Weihnachtstage hinter uns. Für Familienmanagerin, “Mutterschaf”, Geliebte und Köchin vermutlich manchmal zu viel des Guten. Die meisten der Familie beisammen zu haben in der grossen Bauernstube, freute uns alle. Nachdem am letzten Tag des Jahres eine Totgeburt bei einem alten Mutterschaf zu Verzeichnen war, durften wir am 1. Januar das Zwillingspäärli Ping und Pong begrüssen. Auch Stern, der einige Tage zuvor geboren wurde, macht uns Freude. Er ist sehr anhänglich. Lämmli sind immer eine Freude für unsere Mädels. Einzig der Schafbock “Mani” findet Jana nicht so lässig. Mit List und Ablenkungsmanöver gilt es unbeschadet Wasserkessel aufzufüllen und einzustreuen. Wie ist es doch: Männer sind Beschützer, mit allen Mitteln! So amtet Mani vorzüglich seines Amtes als Vater…..
Bei dem momentanen Stubenwetter gilt es Büroarbeiten zu erledigen. Das Meiste davon ist “äzend” und lässt einem den Kopf rauchen;entweder vor lauter Zahlen oder Bürokratie die irgend wie nicht klappt.
Eigentlich währen ja Ferien. Damit die Mädels nicht zu lange Gesichter machen und ihnen die Augen vor lauter Serien gucken und PC Spiele machen nicht aus dem Kopf fallen, entschieden wir uns einen Tag mit Lädelen zu verbringen. Meine zwei jungen Damen berieten mich mit Eifer welche Kleider ich mir doch kaufen könnte. Letzt endlich ergatterten wir uns ein altes Teeservice im Brocki!
Jana lernte heute Salzkartoffeln zu kochen und Salome büffelt ihre Franzwörtli vom letzten halben Jahr. Am Jahresende packten wir im Wald an. Die tollen Stürme, bei denen einem der Schlaf geraubt wird, hinterlassen ihre Spuren, die wir lieber missen möchten.
Bei Kaffee und letztjährigen…… Guetzli, sinnen wir Szenarien durch, wie es mit unserem Betrieb weitergehen soll. Das ist ja eigentlich nichts neues; schliesslich müssen auch wir uns der schnelllebigen verändernden Agrarpolitik anpassen.. nur kommen wir einfach nicht mit; die gescheiten Studierten und fantastisch, netten Welt-Naturretter sind immer wieder mit neuen Ideen und Wegen einen Schritt voraus….Dabei erleben wir an der Basis, dass die Rechnung bei uns einfach nicht mehr aufgeht. Die “Grossen” (Flugzeug-und Chemiekonzerne, Importeure, Wirtschafts- und Bankprofis, Regierungen, Konsumentenlobi usw.) müssten vielleicht einmal selber in der Scholle graben und zu Fuss gehen. Allenfalls könnten wir dann wieder das Selbe “einmal eins” buchstabieren.
So trinken wir nochmals einen Kaffee oder fangen auch vermehrt an den eigenen Kräutertee zu geniessen………auch kleine Schritte sind gute Schritte…sie bringen einem weiter!